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Anselma Heine

(18.06.1855-09.10.1930)


Anselma Heine wurde am 18. Juni 1855 in Bonn geboren. Ein Jahr später nahm ihr Vater Dr. Eduard Heine eine Mathematikprofessur an der Universität in Halle an die Familie folgte ihm.

Mit fünf Jahren bezeichnete sich Anselma selbst als "fertige Vorleserin", bereits mit acht Jahren verfasste sie erste Verse und Prosa. Unter dem Pseudonym "Feodor Helm" veröffentlichte sie in den 1880er Jahren erste literarische Werke, unter anderem im "Tageblatt" und in der "Gartenlaube".

Als ihr Vater 1881 starb, blieb sie allein bei ihrer Mutter Sophie, die drei Schwestern hatten bereits geheiratet, der Bruder war auch schon ausgezogen. Anselma selbst heiratete nie und bekam auch keine Kinder. Den ersten Novellenband "Drei Novellen", welcher 1896 erschien, widmete sie ihrer Mutter. Als diese 1896 verstarb, verkaufte Anselma Heine die Stadtvilla in der Luisenstraße in Halle und zog nach Berlin.

Dort widmete sie sich intensiv ihrer schriftstellerischen Tätigkeit, es erschienen von ihr insgesamt 19 Bücher mit Novellen, Studien, Kunstmärchen, Romanen und einer Monographie. Weiter verfasste sie unterschiedlichste journalistische Artikel, insbesondere zu neu erscheinender Literatur.

Ab 1920 war sie durch ein Augenleiden gesundheitlich stark eingeschränkt, sie bekam Hilfe von Freunden und der Deutschen Schillerstiftung. Ihr letztes großes Werk erschien 1926: "Mein Rundgang" erhält viele Erinnerungen, unter anderem ein großes Kapitel über das Leben in Halle.

Anselma Heine verstarb am 9. November 1930 in Berlin und wurde im Familiengrab Heine auf dem Stadtgottesacker in Halle beigesetzt.

"...was mir schon jetzt das Wichtigste im Leben geworden war: die Kunst ..." Anselma Heine, in: Mein Rundgang
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